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Umgebung war kein Mädchen zu sehen, das auf jemanden gewartet hätt e. Die Bemerkung
Franzens, daß seine Braut auf ihn warte, erwies sich als eine allerdings verzeihliche Lüge, die
nur den Zweck gehabt hatte, größeres Mitleid zu erwecken.
Auch noch am nächsten Tage kamen K. die Wächter nicht aus dem Sinn ; er war bei der
Arbeit zerstreut und mußte, um sie zu bewältigen, noch ein wenig länger im Büro bleiben als
am Tag vorher. Als er auf dem Nachhausewege wieder an der Rumpelkammer vorbeikam,
öffnete er sie wie aus Gewohnheit. Vor dem, was er statt des erwarteten Dunkels erblickte,
wußte er sich nicht zu fassen. Alles war unverändert, so wie er es am Abend vorher beim
Öffnen der Tür gefunden hatte. Die Drucksorten und Tintenflaschen gleich hinter der
Schwelle, der Prügler mit der Rute, die noch vollständig ausgezoge nen Wächter, die Kerze
auf dem Regal, und die Wächter begannen zu klagen und riefen: "Herr!" Sofort warf K. die
Tür zu und schlug mit den Fäusten gegen sie, als sei sie dann fest er verschlossen. Fast
weinend lief er zu den Dienern, die ruhig an den Kopiermaschinen arbeiteten und erstaunt in
ihrer Arbeit innehielten. "Räumt doch endlich die Rumpelkammer aus!" rief er. "Wir
versinken ja im Schmutz!" Die Diener waren ber
jetzt spät am Abend konnte er sie nicht mehr zu der Arbeit zwingen, wie er es eigentlich
beabsichtigt hatte. Er setzte sich ein wenig, um die Diener ein Weilchen lang in der Nähe zu
behalten, warf einige Kopien durcheinander, wodurch er den Anschein zu erwecken glaubte,
daß er sie überprüfe, und ging dann, da er einsah, daß die Diener nicht wagen würden,
gleichzeitig mit ihm wegzugehen, müde und gedankenlos nach Hause.
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